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30.09.2016 | BEST BUY ME / NO.10

BEST BUY ME / NO.10 – Science City Jena vs. Alba Berlin in der Sparkassenarena

Martin Höfer zeigt BEST BUY ME / NO.10 am 30.09.2016
bei Science City in der Jenaer Sparkassenarena

Eine Ausstellung der Kunstsammlung Jena im öffentlichen medialen Raum

30.09.2016 um 20 Uhr

 
 

Offizielle Pressemitteilung

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Basketball und Kunst in Jena
 
Martin Höfer zeigt BEST BUY ME / NO.10 am 30.09.2016 bei Science City in der Jenaer Sparkassenarena
 
Während des ausverkauften ersten Heimspiels von Science City Jena in der neuen Saison der Basketball-Bundesliga gegen den mehrfachen Deutschen Meister Alba Berlin wird den Zuschauern in der Sparkassenarena und im Live-Stream neben professionellem Sport ein außergewöhnliches kulturelles Highlight geboten.
Der Konzept- und Medienkünstler Martin Höfer aus Leipzig hat für dieses Ereignis ein weiteres Kunstwerk seiner „Best Buy Me“-Serie geschaffen. Es wurde für die Kunstsammlung Jena als künstlerische Intervention in den medialen öffentlichen Raum konzipiert.
 
Die Serie BEST BUY ME findet nach Dresden, Leipzig und Monte Carlo hier ihre zehnte Auflage. Während bisher Poster, Billboards, Fassadenbanner sowie ein Rennwagen bei der ‘Rally Monte Carlo 2013’ als Träger der künstlerischen Idee dienten, folgt nun erstmals ein digital animiertes Kunstwerk.
 
„Ein Werk der Serie „Best buy me“ auf LED-Werbebanden zu zeigen, ist die logische Weiterführung meiner Arbeit. Das sportliche Umfeld während eines regulären Bundesliga-Spiels ist ideal für das Verlassen des traditionellen Kunstraumes. Das Werk dringt so ungehindert und ungefiltert in einen euphorisierten Raum. Ich bin sehr dankbar dafür, dass nach der Deutschen Bob-Nationalmannschaft nun auch die Bundesliga-Basketballer von Science City Jena mit mir zusammenarbeiten.“, umschreibt Martin Höfer das künstlerische Konzept.
 
Der Künstler bedient sich wie bereits zuvor gebräuchlicher Marketingstrategien und Werbeflächen, indem er diese für die Projektion der künstlerischen Idee nutzt. Er verlässt dabei den musealen bzw. kunstgewohnten Raum und präsentiert seine Arbeit an öffentlichen Orten, die die Betrachter in positiver Erwartungshaltung betreten, an denen sie sich wohlfühlen und der Hochkultur offen und unerwartet begegnen.
 
Erik Stephan, der Leiter der Kunstsammlung Jena, umschreibt es so: „Natürlich ist Kunst im öffentlichen Raum für uns und die Stadt nicht neu. Jena hat da eine positive Tradition und in den letzten Jahren viele erfolgreiche Veranstaltungen mit Bildender Kunst erlebt. Neu am Konzept des Künstlers ist seine Intervention mit Kunst in ein artfremdes Umfeld, wie hier das des professionellen Spitzensports. Für mich wird von besonderem Interesse sein, wie das Sportpublikum die Intervention aufnehmen wird.“
 
Das wiederkehrende Element der Serie sind Streifen mit dem Schriftzug best buy me. Diese variieren in verschiedenen Farbkombinationen, so dass der Schriftzug zu verschwinden scheint. Der Versuch das Kunstwerk ohne Änderung der Sehgewohnheiten zu entschlüsseln, muss scheitern. Der Schriftzug selbst ist der Welt der Werbung und des Marketings entliehen. Er lässt sich wörtlich übersetzen: “Am besten wäre es, wenn Du mich kaufst”. Andererseits steht die Wortkombination best buy in den USA für Bester Preis oder Preishammer, dementsprechend auch für “Kauf mich als Schnäppchen”. Was eigentlich gekauft werden soll, bleibt offen. Es ist eine Botschaft ohne Produkt.
 
Die Serie verweist auf die Verflechtungen der Wirtschaft mit allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Diese Verflechtungen in Politik, Gesellschaft, Kultur oder Sport sind für Außenstehende schwer zu erfassen. Es ist genaue Beobachtung erforderlich, um sich dieser oft geschickten Verschleierungstaktiken bewusst zu werden. Die Unleserlichkeit bzw. das Verschwinden des Schriftzuges provoziert genau dies, ohne dabei eine Wertung vorzunehmen. Die künstlerische Intervention die Höfer vornimmt, ist weder positiv noch negativ konnotiert. Die Interpretation wird dem Betrachter überlassen.

„Unser Hauptaugenmerk ist natürlich der sportliche Erfolg unseres Basketball-Teams beim ersten Spiel vor heimischer Kulisse in der Basketball-Bundesliga 2016.“ Sagt Science City Vereinspräsident Dietmar Bendix,  „Dass der Künstler unsere Arena auch als Wertschätzung für unsere sowohl sportlich wie wirtschaftlich gute Arbeit bis zum Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse für ein Projekt seiner Werkserie ausgewählt hat, macht uns etwas stolz und zeigt, dass die Arbeit von Science City auch außerhalb des Basketballs und der Stadtgrenzen von Jena positiv zur Kenntnis genommen wird.“

Anwurf ist am 30. September 2016 um 20.30 Uhr in der Jenaer Sparkassen-Arena, Keßlerstraße 28. Die Präsentation läuft mit der Bandenwerbung während der gesamten Veranstaltung und wird damit auch Teil der Fernsehübertragungen.

 

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